Achten Sie auf Modulabdeckung, Datengüte, geografische Relevanz und Aktualität. Prüfen Sie, ob Strommix, Rezyklatanteile und Transportannahmen zu Ihrem Projekt passen. Vergleichen Sie mehrere Deklarationen, um Ausreißer zu erkennen. Benchmarks helfen, Werte einzurahmen, bevor Sie in Detailabgleiche gehen. Halten Sie Annahmen schriftlich fest, damit Entscheidungen später nachvollzogen werden können. Fragen Sie Hersteller nach ergänzenden Daten, besonders bei komplexen Verbundsystemen oder neuartigen Oberflächen.
Zu Projektbeginn fehlen oft Produktdaten. Nutzen Sie belastbare Faustwerte pro Quadratmeter Front, Laufmeter Arbeitsplatte oder komplettes Möbelmodul, um Varianten zu ordnen. Hinterlegen Sie Bandbreiten statt Punktwerte, damit Optionen offen bleiben. Sobald reale Produkte feststehen, schärfen Sie mit EPDs nach. Dieser Prozess spart Zeit, lenkt Gespräche und ermöglicht, Kunden früh die Größenordnung zu zeigen, ohne in Scheinpräzision zu verfallen. Dokumentieren Sie jede Aktualisierung für Transparenz.
Verknüpfen Sie Bauteile mit Datensätzen, sodass Stücklisten automatisch Emissionen bilanzieren. Nutzen Sie Plugins oder Tabellen, die Materialmengen, Rezyklatgehalt und Transportdistanzen zusammenführen. Pflegen Sie eine kuratierte Bibliothek bevorzugter Produkte mit erprobten Werten und Alternativen. Benchmarks dienen als Plausibilitätscheck: schlagen Ergebnisse aus, prüfen Sie Annahmen, Geometrien oder Duplikate. So wird Nachhaltigkeit Teil des regulären Planungsflusses und keine Zusatzaufgabe am Projektende.
Ein kompaktes Loft erhielt modulare Schränke mit Fronten aus recycelter Spanplatte und furnierten Austauschblenden. Benchmarks leiteten die Wahl dünner Träger und robuster Kanten. Regionale Fertigung senkte Transporte, lösbare Beschläge erleichtern spätere Updates. Ergebnis: spürbar geringere Emissionen bei gleichem Erscheinungsbild. Der Bauherr entschied sich dank transparenter Zahlen gegen massive, schwerere Aufdopplungen und für einen Wartungsplan, der Reparaturen priorisiert statt Komplettaustausch bei kleinen Beschädigungen.
Statt großflächig neu zu belegen, wurden intakte Flächen erhalten und nur Funktionszonen mit dünnen, regional gebrannten Fliesen erneuert. Benchmarks halfen, Format, Dicke und Fugenraster so zu wählen, dass Verschnitt minimal blieb. Armaturen mit hohem Rezyklatanteil und austauschbaren Kartuschen verlängern die Lebensdauer. Die Dokumentation überzeugte die Eigentümergemeinschaft, weil Kosten, Staub und Emissionen sichtbar sanken, ohne auf Komfort, Hygiene und Anmutung zu verzichten.
All Rights Reserved.